Was ist eine Guggenmusik?

Die Guggenmusik kommt ursprünglich aus dem alemannischen Raum (Schweiz/Süddeutschland). Es handelt sich um eine stark rhythmisch unterlegte, auf ihre eigene Art "falsch" gespielte Blasmusik. Meistens wird sehr gekonnt knapp neben der Melodie hergespielt, das heißt man erkennt die Melodie durchaus, aber sie klingt ziemlich schräg. Dabei wird sie von einer klaren Rhythmussektion dominiert und vorangetrieben. So entsteht eine wilde, mitreissende Musik, gut tanzbar und hervorragend geeignet für spontane Platz- und Strassenkonzerte. Die Musiker sind zudem alle verkleidet und maskiert.

Ihren Ursprung hat die Musik im Brauch, die Wintergeister mit dem Blasen von Kuhhörnern auszutreiben. Erstmals erwähnt wurde sie im 16. Jahrhundert, als man zur "Karnevalszeit" mit Rasseln, Blecheimern, Trommeln, Kuhglocken oder Pfeifen umherzog, um die Geister des Winters zu vertreiben. Die Musik sollte entsprechend schräg sein, laut und jämmerlich.

In den 1950er Jahren schwappte das Guggefieber dann nach Süddeutschland, Italien und Österreich über. Heute gibt es viele Arten von Guggemusik, von schräg bis zur Big Band Gugge, die in der Fasnacht die Leute begeistern. Oft werden bekannte Popsongs gespielt.

Neben den traditionellen Blechblasinstrumenten wie Trompete und Posaune und dem unvermeidlichen Schlagwerk lässt sich heute auch beinahe jedes andere Instrument finden. Von der Steeldrum bis zum Dudelsack und von Saxophonen bis zu gewaltigen Sousaphonen ist alles anzutreffen.

gekürzt aus: Wikipedia, die freie Enzyklopädie (Langfassung unter http://de.wikipedia.org/wiki/Guggenmusik)